same, same, but different!

Potentialentfaltung in der Jugendarbeit in Zusammenarbeit mit Schulen

Mehr Bildungsraum für Erfahrungen mit Sinn und Kitzel

Leitfaden Jugendarbeit der Zukuft

Die Module Verantwortung und Herausforderung

 

Aus Neugierde und Begeisterung über die Erkenntnisse der modernen Hirnforschung, haben wir uns auf die Reise gemacht, die Methoden und Konzepte der „Schulen der Zukunft“ auf die Jugendarbeit zu adaptieren. Wie können wir diese  für die Jugendarbeit weiterentwickeln und nutzbar machen?

Der Antrieb kam durch die Erkenntnis, dass wir heute in der Jugendarbeit mit vielfältigen Herausforderungen konfrontiert sind. Wir haben es uns zur Aufgabe gemacht die Konzepte und Standarts der Hochschulen und Verbänden mit Methoden aus der Potentialentfaltung anzureichern.

Die Offene Kinder und Jugendarbeit (OKJA) bietet breit genutzte und professionell begleitete Angebote, sich ausserhalb der Familie selbständig einer Gruppe an zu schliessen. Dies ist sehr bedeutsam, wenn man zum Beispiel bedenkt, dass 2/3 des Bildungserfolges eines Kindes oder Jugendlichen nicht von der Schule abhängt, sondern von Familie, Vereinen, Peergroups, Gemeinwesen usw.

Bereits im Alter von 11 - 12 Jahren haben sie folgende ausgeprägte Denkens- und Verhaltungsweisen: Anpassung, Leistung, Konsum, Konkurrenz und Spass über alles.... Der Grund dieses Wert- und Haltungsgerüstes ist einfach: „Die Kinder lernen das, was ihnen vorgelebt und gelehrt wird“. Z. Bsp.: „Viel fernsehgucken als Kind, ergibt gute Fernseh-Guck-Kinder oder abwesende Väter und Mütter, die sich im gnadenlosen Wettbewerb durchkämpfen, hinterlassen Lücken und Mangelerfahrungen im Erfahrungsschatz der Kinder“. Der Funktionsdruck (Freizeit wird durchorganisiert mit Hobbys und Förderunterricht etc.), geht einher mit einer verbreiteten Kontrolle (Handy, Kinder werden mit dem Auto überall hingefahren, Videoüberwachung etc.), die den Kindern Entdeckungs- und Experimentierräume nehmen.

Wenn wir das Wesen eines Kleinkindes mit einer 18jährigen vergleichen, ist die Frage berechtigt, wie kommt das? Was lehren wir unseren Kindern?

Die frohe Botschaft ist: Das Hirn ist darauf angelegt, ein Leben lang Neues lernen zu können. Voraussetzung dafür ist, entsprechende andere Rahmenbedingungen zur Verfügung zu stellen. Und zwar in Form von Erfahrungsmöglichkeiten, die wieder unter die Haut gehen, die Sinn machen, Selbstwirksamkeit ermöglichen und das Individuum in den Mittelpunkt stellt. Und dies eingebunden, in etwas Grösserem.

Prägungen sind Erfahrungen, die im Hirn Verschaltungsstrassen geformt haben. Werden diese nicht mehr befahren, werden sie „renaturiert“, werden kleiner. Neue Erfahrungen bilden Wege und Netzwerke, die mit dem Dünger „Begeisterung“ zu einer Strasse ausgebaut werden können.